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Kündigen, aber richtig

Kündigen, aber richtig


So gelingt ein stilvoller Abgang. Was man alles beachten sollte, wenn man den Job wechselt.




Von Doris Brenner

Ihre Entscheidung ist getroffen: Sie werden einen neuen Job annehmen. Doch neben der Vorfreude und den Überlegungen in Bezug auf die neue Aufgabe, gilt es auch das bisherige Arbeitsverhältnis sauber abzuschließen.

Kündigen, aber richtig und mit Stil

Sie sollten ihren bisherigen Arbeitsvertrag erst dann kündigen, wenn Sie auch eine verbindliche Zusage des neuen Arbeitgebers vorliegen haben. Zwar sind grundsätzlich auch mündliche Vertragszusagen gültig, da diese jedoch oft schwer beweisbar sind, ist die Schriftform unbedingt zu bevorzugen.

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Kündigung fristgerecht einreichen und diese Ihrem Arbeitgeber auch innerhalb dieser Frist tatsächlich zugegangen ist. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich eine Zweitschrift Ihrer Kündigung entsprechend schriftlich vom Arbeitgeber mit Datum bestätigen lassen. In der Regel ist die Personalabteilung hier Ihr Ansprechpartner.

Es zeugt jedoch von gutem Stil, wenn Sie Ihren direkten Chef als ersten von Ihrer Kündigung unterrichten. Erläutern Sie ihm kurz Ihre Gründe. wobei Sie diese Situation nicht als willkommene "Payback-Gelegenheit" nutzen sollten, um bei Ihrem Chef den gesamten angestauten Ärger der letzten Jahre abzuladen. Betonen Sie lieber die positiven Aspekte, die die neue Stelle Ihnen bietet und die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten.

Thema Arbeitszeugnis

Mit dem Ausscheiden aus einem Unternehmen steht Ihnen ein Arbeitszeugnis zu. Dabei kann es sich um eine reine Arbeitsbescheinigung handeln, die auch "einfaches Zeugnis" genannt wird. Üblich ist ein so genanntes "qualifiziertes Zeugnis", bei dem Ihr Aufgabengebiet beschrieben und Ihre Leistung bewertet wird. Es ist heute durchaus üblich, dass Mitarbeiter einen Entwurf für ihr Arbeitszeugnis vorbereiten oder zumindest Stichpunkte bezüglich ihrer Aufgaben erstellen.

Sprechen Sie einfach mit Ihrem Arbeitgeber darüber, ob Sie diesbezüglich aktiv werden sollen. Letztlich sind Arbeitgeber in der Regel dankbar, wenn Sie hier Vorarbeit leisten. Auch wenn das für Sie mit Arbeit verbunden ist, so haben Sie doch die Möglichkeit direkt Einfluss zu nehmen.

Sofern Sie sich mit den einschlägigen Formulierungen der Zeugnissprache nicht auskennen, empfiehlt es sich, entsprechende Unterstützung zu suchen, damit Sie sich nicht selbst schaden. Haben Sie im privaten Umfeld jemanden, der in der Personalabteilung arbeitet? Ansonsten sind in der Regel auch Karriereberater, Fachanwälte für Arbeitsrecht oder speziell geschulte Mitarbeiter bei den Gewerkschaften hilfreich.

Übergabe des Arbeitsgebietes

Für Ihren Chef wird eine reibungslose Übergabe Ihres Arbeitsgebietes an einen Nachfolger die höchste Priorität haben. Zeigen Sie sich hier ausgesprochen kooperativ und hilfsbereit. Überlegungen wie: "Sollen die doch endlich mal sehen, wenn sie ohne mich klar kommen müssen", sind hier fehl am Platz.

Dokumentieren Sie Ihre Arbeitsvorgänge sauber und bringen Sie Ihre Ablage – in Papierform wie auch elektronisch - auf Stand. Eine klare Beschreibung der aktuellen Vorgänge ist besonders dann wichtig, wenn es keine direkte Übergabe an einen Nachfolger gibt und die Kollegen die Arbeit zunächst mit übernehmen müssen. Ihr Ziel sollte es sein, in guter Erinnerung zu bleiben. Dies gelingt Ihnen am besten, indem Sie den bisherigen Kollegen die Arbeit erleichtern.

Mögliche Rückzahlung von Ausbildungsleistungen oder Fortbildungskosten

In Ihrem bisherigen Arbeitsvertrag kann es möglicherweise Klauseln geben, die Sie zur teilweisen Rückzahlung von Ausbildungsleistungen oder Fortbildungskosten verpflichten. Es ist einen Versuch wert, mit Ihrem Arbeitgeber über eine mögliche Vereinbarung zu sprechen, dass Ihnen diese Kosten erlassen werden, wenn Sie z.B. einen geeigneten Nachfolger für Ihre Stelle vorschlagen oder die Übergabe der Aufgaben reibungslos läuft.

An den Ausstand denken

Zu einem guten Abschluss des bisherigen Arbeitsverhältnisses gehört auch, dass Sie einen Ausstand geben. Laden Sie hierzu all die Menschen ein, mit denen Sie intensiv zusammen gearbeitet haben. Bedanken Sie sich bei dieser Gelegenheit für deren Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Kleine Anekdoten aus der gemeinsamen Arbeit, können Ihre Ansprache auflockern und positive Erinnerungen wachrufen. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass Sie dabei einzelne Mitarbeiter und auch nicht den Chef bloßstellen.

Der Ausstand soll nochmals ein Zeichen der Verbundenheit sein und eine Wertschätzung Ihrer Arbeitskollegen zum Ausdruck bringen. In welcher Form Sie den Ausstand wählen – Umtrunk im Büro oder Einladung extern – hängt von der Größe des Personenkreises, der Länge Ihrer Betriebszugehörigkeit und nicht zuletzt dem, was im Unternehmen üblich ist, ab.

Die Kommunikation nach innen und außen

Klären Sie mit Ihrem Chef, wann und in welcher Form Ihr Weggang intern wie extern kommuniziert werden soll. Eine abgestimmte Vorgehensweise ist sehr wichtig, insbesondere wenn Sie bisher eine Schlüsselposition inne hatten und Ihr Wechsel auch im Markt Beachtung findet. Halten Sie sich verbindlich an die getroffenen Vereinbarungen und Sprachregelungen.

Besonders kritisch ist ein Wechsel dann, wenn Sie in der gleichen Funktion direkt zu einem Mitbewerber gehen. In diesem Fall kann es sein, dass Ihr Arbeitgeber Sie sofort von der Arbeit freistellt, damit Sie keine weitere Gelegenheit haben, Interna zu erfahren und im neuen Job zu verwerten.

Wenn möglich Urlaub statt Urlaubsabgeltung

In der Regel haben Sie noch Urlaubsansprüche bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, den Urlaub in Anspruch zu nehmen oder sich diesen ausbezahlen zu lassen. Aus Sicht des Gesetzgebers hat die Urlaubsgewährung immer Vorrang vor der Abgeltung. Also nur wenn es z.B. aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, den Urlaub noch zu gewähren, kann dieser ausbezahlt werden. Auch in Ihrem eigenen Interesse sollten Sie in der Regel den Urlaub vor der finanziellen Abgeltung bevorzugen.

Versuchen Sie den Urlaub ganz am Ende des Arbeitsverhältnisses zu nehmen, so dass Sie etwas Luft zwischen den beiden Jobs haben. Genießen Sie die Freiheit, das Alte hinter sich lassen zu können und noch unbeschwert von den neuen Anforderungen, die auf Sie warten, entspannen zu können. Anstrengend wird es in der Regel dann schnell genug. Wie gut, wenn Sie erholt und voller Tatendrang den neuen Job antreten können.

Und zu guter Letzt: Ein sauberer Abgang soll auch dazu dienen, dass Sie keine verbrannte Erde hinterlassen. Schließlich sieht man sich im Leben oft zweimal.

(Bild: Nyul)


Doris Brenner
ist freie Beraterin mit den Schwerpunkten Personalentwicklung und Karriereberatung. Ihre Veröffentlichungen zu den Themen Bewerbung, Testverfahren, Berufsplanung und Arbeitstechniken sind in einer Gesamtauflage über 600.000 Exemplaren erschienen.
http://www.karriereabc.de/

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