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Internationale Visitenkarte richtig gestaltet

Internationale Visitenkarte richtig gestaltet

Visitenkarten sind das Aushängeschild der Person. Doch wie gestaltet man eine Karte, die überall auf der Welt gut ankommt?



Von Francoise Hauser

Eine wichtige Layout-Grundregel lautet: Niemals mehr als drei verschiedene Schriftarten pro Seite verwenden, denn der Wechsel zwischen Schriftgrößen und Schriftschnitten wie normal, fett und kursiv Schrift verwirrt das Auge und lässt die wichtigsten Informationen wie Name und Titel in den Hintergrund treten.

Knallige Hintergründe und Muster wirken schnell billig und sind nur dann angemessen, wenn sie in der Branche üblich sind (also fast nie!) oder in direktem Zusammenhang mit dem Beruf stehen. So darf ein Designer mit einer ungewöhnlichen Karte auftreten, wenn dieser kreative Ansatz typisch für seine Arbeit ist. Für alle anderen Branchen heißt die Devise "schlicht aber hochwertig".

Gefühlt gut

In Sachen Papier ist überall auf der Welt Qualität gefragt: Weißes oder naturfarbenes Papier in mindestens 240 Gramm (Gramm pro Quadratmeter ist die gängige Einheit) sind Standard. Eine feine Struktur macht sich dabei optisch gut und fühlt sich "teuer" an. Auch in punkto Format sind klassische Varianten die sichere Alternative: Große oder klappbare Karten mögen auffallen, gehen aber gerne verloren, wenn sie nicht ins Archiv des Kartenempfängers passen.

Wer das Scheckkarten-Format 54 mm x 85mm wählt, liegt weltweit richtig. Die Frage ob Hoch- oder Querformat ist dagegen eine reine Geschmacksfrage. Querformate sind weiter verbreitet, weil sich hier lange Titel und Adressen optisch ansprechender unterbringen lassen.

Internationale Spielregeln

Neben dieses Basics stellt sich freilich schon vor dem Entwurf der Visitenkarten die Frage: Wer wird sie in der Hand halten? Eine wichtige Überlegung ist die internationale Handhabung von Titeln und Berufsbezeichnungen. So spielen Titel in Österreich eine große Rolle und sollten auch auf der Karte erscheinen. In Deutschland hingegen werden akademische Abschlüsse wie Magister, Master, Bachelor, Staatsexamen oder Diplom eher selten aufgeführt, wenn sie nicht Teil der Berufsbezeichnung sind wie Diplom-Geologe oder Diplom-Ingenieur.

Besonders delikat ist der Umgang mit beruflichen Positionen und deren Übersetzung. Während in England und den Niederlanden dick aufgetragene Beschreibungen schnell ins lächerliche kippen, darf es in Österreich, den USA aber auch in Indien ein Happen mehr sein: "Manager" und "Director" werden hier eher inflationär gehandelt. Falsche Bescheidenheit oder übertriebenes Understatement führen in diesen Ländern nicht zum Erfolg.

Im Osten darf es ein wenig mehr sein

Prestige- und Status sind in Osteuropa wichtiger als im Westen, daher darf auch die Visitenkarte ein wenig luxuriöser ausfallen. Goldener Prägedruck mag auf einer deutschen Visitenkarte protzig wirken – vor allem wenn der Träger der Karte noch auf Jobsuche ist – in Osteuropa sind derartige Schnörkel kein Problem. Wer sich zu bescheiden gibt, erweckt nur den Verdacht, nicht wichtig zu sein!

Asien: Ohne Karte ein Niemand

Eine besonders große Rolle spielen die Visitenkarten in Fernost: Menschen ohne Karte sind es im Geschäftsleben nicht wert, dass man sich mit Ihnen beschäftigt, denn offensichtlich sind sie ohne jegliche Bedeutung. Selbst Praktikanten bemühen sich um eine schöne Karte!

In Japan liegen Besucher mit konservativem Design nach europäischem Geschmack richtig, denn Verlässlichkeit und Seriosität sind hier höher angesehen als Kreativität um jeden Preis. In China darf es dagegen ein wenig üppiger sein. Hier dürfen nicht nur beruflichen Positionen auf der Karte erscheinen, sondern auch andere Angaben, wie zum Beispiel der Vorsitz einer Wirtschaftsvereinigungen oder ähnliches. Während man in Deutschland verschiedene Karten für die jeweilige Funktion drucken würde, präsentieren Chinesen ihre gesammelte "Bedeutung" gerne oft auf einer Karte.

Oft vergessen: Die Rückseite

Noch vor wenigen Jahren war es eine kostspielige Angelegenheit, die Rückseite der Visitenkarte bedrucken zu lassen. Heute sind die Preisunterschiede zwischen einseitigem und doppelseitigem Druck gering und es wäre schade, diesen Raum zu verschenken.

Vor allem, wenn die Geschäftsreise ins Ferne Ausland geht, ist es eine Frage des Respekts, auf der Rückseite alle wichtigen Informationen noch einmal in der Landessprache aufzuführen. Dies gilt besonders für Japan, China, Korea und die arabischen Länder, also kurzum allen Ländern, in denen eine andere Schrift verwendet wird. Wichtig: Das Fehlerpotential wird hier immer wieder unterschätzt. Selbst bei einem so kurzen Text wie den Zeilen einer Visitenkarte tut man gut daran, die Dienste eines professionellen Übersetzers in Anspruch zu nehmen.

Soll die Karte bei Massenveranstaltungen wie Messen oder Kongresse zum Einsatz kommen, lassen sich auf der Rückseite kurz und knapp auch die Sprachkenntnisse unterbringen – vor allem, wenn der Besitzer der Karte eine ungewöhnliche Sprache spricht. Dies hilft Kontakthürden zu überwinden - Messebesucher wissen Tage später oft nicht mehr, in welcher Sprache sie mit wem gesprochen haben - und bietet nebenbei noch die Möglichkeit, dezent auf diesen Vorteil hinzuweisen.

In Fernost ist es mittlerweile in Mode, die auf der Rückseite ein kleines Portrait-Foto abdrucken. Wer auf einer Messe mit hunderten von Karten bedacht wird, weiß diese Erinnerungshilfe zu schätzen. In Europa kommt diese Spielerei weniger gut an, denn sie wird oft als ein wenig egozentrisch empfunden.

(Bild: Yuri Arcurs)


Francoise Hauser ist freie Journalistin und Buchautorin. Sie ist Trainerin für interkulturelle Seminare und betreibt den Blog Asientext

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