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Die größten Bewerbungssünden: Nachfassen
Falscher Kanal
Eine Mail versickert schnell im Posteingang der Personalabteilung. So wird der Bewerber auch nicht schlauer. Deshalb telefonisch nachfragen. Der Brief per Post ist eher umständlich, weil er größeren Aufwand für den Empfänger nach sich zieht.
Ungeduld
Wenige Tage nach dem Vorstellungsgespräch anzurufen und nach dem "Stand der Dinge" zu fragen, grenzt an Unverschämtheit. Mindestens zwei Wochen warten. Tut sich nach sechs Wochen immer noch nicht, darf man nicht nur, sondern sollte man zum Hörer greifen, sonst scheint Desinteresse durch.
Anmache
"Warum habe ich noch keinen Bescheid bekommen?" Das klingt fordernd und führt zu keiner besonders freundlichen Reaktion. Günstiger ist es zu betonen, dass man nach wie vor sehr an der Stelle interessiert ist: "Ich wollte mich einfach in Erinnerung bringen, weil mich diese Aufgabe unwahrscheinlich reizt."
Druck ausüben
Wer mehrere Eisen Feuer hat, erliegt zuweilen der Versuchung, dies gegenüber dem Unternehmen als Druckmittel einzusetzen: "Wenn Sie mir bis Ende nächster Woche nicht Bescheid geben, nehme ich ein anderes Angebot an." Beschleunigen lässt sich das Verfahren dadurch nicht, im Gegenteil: Man wird als Wackelkandidat abgestempelt.
Sprachlosigkeit
Es gibt Bewerber, die fassen nur deshalb telefonisch nach, weil sie glauben, dass dies erwartet wird. Dabei kommen oft banale Fragen heraus: "Läuft das Auswahlverfahren noch?" "Können Sie sich an meine Bewerbung erinnern?" Wer nicht wirklich etwas zu sagen oder zu fragen hat, hält sich besser zurück. Ein echtes Informationsbedürfnis spricht aus Fragen wie dieser: "Möchten Sie, dass ich zusätzliche Unterlagen nachreiche?"
(Christoph Stehr, 2009 / Bilder: Ioannis Kounadeas, Fotolia.com)
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Die größten Bewerbungssünden – und wie Sie sie vermeiden.
Anschreiben
Massenabfertigung, Schlamperei, Verstoß gegen die Etikette, Überlänge, Lahmer Einstieg, Ich-Ich-Ich, Phrasen dreschen, Übertreiben, Falsche Scham
Lebenslauf
Unvollständigkeit, Lügen, Verschleiern, Erklärwahn, Kein roter Faden, Widersprüche, Alte Zöpfe
Bewerbungsfoto
Technische Mängel, Stilbruch, Casting-Syndrom, Anno Tobak, Geiz
Bewerbungsmappe und Anlagen
Unpraktisch, Beliebigkeit, Kreuz und quer, Bürokratie, Kopienschwindel
Online-Bewerbung
Sturheit, Community-Stil, Zeichenchaos, Weiße Flecken, Tonnage-Denken
Vorstellungsgespräch
Unprofessionalität, Schlechte Körpersprache, Üble Nachrede, Passivität, Sicherheitsmentalität, Arroganz
Nachfassen
Falscher Kanal, Ungeduld, Anmache, Druck ausüben, Sprachlosigkeit