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Die größten Bewerbungssünden: Vorstellungsgespräch
Unprofessionalität
Zuspätkommen, Freizeitkleidung, unordentliche Frisur, Körpergeruch, schlechtes Benehmen sind unverzeihlich. Bleibt das Auto stehen oder fällt der Flieger aus, sofort anrufen. Viele Personaler geben Bewerbern eine zweite Chance, wenn "höhere Gewalt" im Spiel ist.
Schlechte Körpersprache
Man stürmt nicht in ein Büro, als gelte es, eine Festung zu erobern. Ein Händedruck wie ein Schraubstock ist lächerlich. Verschüchtert soll das Auftreten auch nicht sein. Blickkontakt, aufrechte Haltung und Lächeln sorgen für eine positive Ausstrahlung.
Hausaufgaben nicht gemacht
Womit beschäftigt sich das Unternehmen, wer sind die Wettbewerber, wie entwickelt sich der Markt? Wer das nicht recherchiert hat, kann sich die Anreise sparen. Auch einige Standardfragen kommen bestimmt (jeweils zwei, drei Antwortsätze ausformulieren und "verinnerlichen"): Wie haben Sie sich vorbereitet? Warum sollen wir gerade Sie einstellen? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Wo wollen Sie in zwei Jahren stehen?
Üble Nachrede
Die verflossenen Vorgesetzten und Kollegen schlecht zu reden, ist gefährlich, weil Personaler Loyalität schätzen. Auch berechtigten Ärger besser herunterschlucken. Einen beruflichen Wechsel mit der neuen Herausforderung begründen. Auch wenn das Arbeitsverhältnis nicht mehr besteht, dürfen Bewerber keine Interna aus anderen Unternehmen preisgeben.
Passivität
Bloß Fragen beantworten ist zu wenig. Personaler möchten hören, welche Ideen und Pläne jemand mitbringt. Ruhig ein bisschen Begeisterung zeigen. Der Klassiker "Haben sie noch Fragen?" kommt sicher – zwei gute Fragen soll man schon im Köcher haben.
Sicherheitsmentalität
Über den frühestmöglichen Eintrittstermin wird oft in Vorstellungsgesprächen gefeilscht. Beharrt der Bewerber auf seiner Kündigungsfrist, schießt er sich ins Aus. Deshalb Mut und guten Willen zeigen: "Ich habe eine halbjährige Kündigungsfrist, werde aber alles tun, um meinen Arbeitsgeber zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung zu bewegen." Klappt das nicht, kann man immer noch neu überlegen.
Arroganz
Selbstbewusstsein ist wichtig, darf aber nicht in Prahlerei ausarten. Genauso wenig schätzen es Personaler, wenn sie als Vorzimmer der Fachabteilung behandelt werden: "Ich würde gern meinen künftigen Vorgesetzten kennen lernen, da er mich ja letztlich einstellt." Einen "Guten Tag" hat übrigens auch die Sekretärin verdient.
(Christoph Stehr, 2009 / Bilder: Ioannis Kounadeas, Fotolia.com)
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Die größten Bewerbungssünden – und wie Sie sie vermeiden.
Anschreiben
Massenabfertigung, Schlamperei, Verstoß gegen die Etikette, Überlänge, Lahmer Einstieg, Ich-Ich-Ich, Phrasen dreschen, Übertreiben, Falsche Scham
Lebenslauf
Unvollständigkeit, Lügen, Verschleiern, Erklärwahn, Kein roter Faden, Widersprüche, Alte Zöpfe
Bewerbungsfoto
Technische Mängel, Stilbruch, Casting-Syndrom, Anno Tobak, Geiz
Bewerbungsmappe und Anlagen
Unpraktisch, Beliebigkeit, Kreuz und quer, Bürokratie, Kopienschwindel
Online-Bewerbung
Sturheit, Community-Stil, Zeichenchaos, Weiße Flecken, Tonnage-Denken
Vorstellungsgespräch
Unprofessionalität, Schlechte Körpersprache, Üble Nachrede, Passivität, Sicherheitsmentalität, Arroganz
Nachfassen
Falscher Kanal, Ungeduld, Anmache, Druck ausüben, Sprachlosigkeit