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Top Jobs - die zehn bestbezahlten Berufe

Top Jobs 2013 - die zehn bestbezahlten Berufe


Top Jobs - die zehn bestbezahlten Berufe Das sind die Top-Jobs mit den besten Gehältern 2013. Von Arzt bis Unternehmensberater: zehn Berufsgruppen und Positionen, in denen richtig abgesahnt werden kann.




Von Michael Vogel

Ärzte

Extreme Arbeitsbelastung und Ärzteflucht sind ständige Themen in der Berichterstattung über Jobs der Mediziner. Haben sie aber erst mal ihren Abschluss als Facharzt in der Tasche und streben eine Arztlaufbahn in einer Klinik an, schlägt sich das spürbar positiv auf ihrem Konto nieder. 80 Prozent der Chefärzte verdienen in Deutschland zwischen 125.000 und 500.000 Euro, die Gehälter von 80 Prozent der Oberärzte liegen zwischen 85.000 Euro und 150.000 Euro. Bettenzahl, die Trägerschaft des Krankenhauses, die Mitarbeiterzahl und die Fachrichtung des Arztes variieren stark und sind der Grund für diese großen Spannen.

Zum Vergleich: Der Geschäftsführer eines Krankenhauses kommt im Schnitt auf ein Jahressalär von 157.000 Euro. Berufserfahrung, aber auch Stellentreue zahlen sich laut Kienbaum bei Ärzten übrigens aus: Chefärzte, die seit elf bis 16 Jahren ihre derzeitige Position inne haben, verdienen mit 272.000 Euro im Jahr knapp 100.000 Euro weniger als Chefärzte, die bereits mehr als 16 Jahre in ihrer aktuellen Position tätig sind. Chefärzte mit mehr als 20 Jahren Zugehörigkeit verdienen sogar 400.000 Euro im Jahr.

Chemiker

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat Fachkräfte schon immer vergleichsweise sehr gut bezahlt. Das macht sich auch für Chemiker bemerkbar, die laut dem Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) im zweiten Berufsjahr 58.000 Euro verdienen. Haben sie promoviert – was in der Chemie eher die Regel, als die Ausnahme ist – liegt das Gehalt dann bereits bei 68.000 Euro.

Die vergleichsweise hohen Bezüge finden sich auch in späteren Phasen des Berufslebens wieder: So verdient eine 40jährige Führungskraft mit Hochschulausbildung und 14 Berufsjahren in entsprechend verantwortungsvoller Position laut dem VAA durchschnittlich knapp 90.000 Euro im Jahr. Die Jahresbezüge eines Chemikers stiegen in den vergangenen Jahren zwischen dem fünften und 25. Berufsjahr um durchschnittlich 3000 Euro jährlich. Die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" hat die Gehälter von Laborleitern vor einigen Jahren auf 123.000 bis 164.00 Euro taxiert.

Geschäftsführer und Vorstände

Es überrascht nicht, dass die Bezüge von Geschäftsführern und Vorständen maßgeblich von der Größe des Unternehmens abhängen. So verdient der Geschäftsführer eines Unternehmens mit bis zu 50 Angestellten durchschnittlich 184.000 Euro, der eines Unternehmens mit 500 bis 1000 Mitarbeitern 308.000 Euro.

Und bei einem Unternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigten wird durchschnittlich mit 739.000 Euro vergütet. Nach oben sind die Grenzen weit. Der VW-Chef Martin Winterkorn hat im Jahr 2012 14,5 Millionen Euro bekommen – und lag damit wohl erneut an der Spitze der Vorstandsvorsitzenden der Dax-Unternehmen.

Ingenieure

Sie gehören noch immer zu den Mangelqualifikationen in Deutschland. Aktuell beziffert der Verein Deutscher Ingenieure den Bedarf auf 72.000 unbesetzte Stellen. Kein Wunder also, dass Ingenieure mit 40.000 bis 44.000 Euro ins Berufsleben einsteigen, so die Ergebnisse des CRF Institute. Laut einer Kienbaum-Vergütungsstudie verdient ein Ingenieur als Fachkraft im Schnitt 63.000 Euro im Jahr, die Spanne reicht dabei von 81.000 Euro für einen Produktmanager bis zum Sachbearbeiter Materialwirtschaft/Logistik, der es auf 43.000 Euro bringt.

Erreicht ein Ingenieur eine hohe leitende Position steigen seine Bezüge deutlich. Im Schnitt liegen sie laut Kienbaum dann bei 106.000 Euro, wobei Vertriebsleiter (durchschnittlich 153.000 Euro), Gesamtleiter Technik und Werkleiter (je durchschnittlich 139.000 Euro) sowie Leiter der Forschung und Entwicklung (durchschnittlich 121.000 Euro) die höchsten Bezüge einstreichen können.

Investmentbanker und Private-Equity-Manager

Es sind keine Jobs für Berufsanfänger. Investmentbanker und Private-Equity-Manager gehören auch nach der Wirtschaftskrise zu den Bestverdienern in der Bankenwelt. Die variablen Vergütungsanteile sind teilweise sehr hoch. So kann das Gehalt eines Investmentbankers schon in den ersten Berufsjahren auf mehr als 150.000 Euro steigen. Leitende Positionen erreichen Bereiche jenseits der 300.000 Euro – nach oben ist prinzipbedingt viel Spielraum.

IT-Experten

Die Zahl der IT-Positionen insgesamt in den Unternehmen sinkt, weil Basisdienstleistungen zunehmend ausgelagert werden. Die verbleibenden Stellen sind aber meist mit höherer Verantwortung verknüpft und besser dotiert. So verdient eine IT-Fachkraft laut Kienbaum im Jahr durchschnittlich 64.000 Euro, Jobs im IT-Betrieb sind dabei deutlich schlechter dotiert. Als Projektleiter dagegen kommt man laut Personalmarkt.de auf 67.000 Euro.

Führungskräfte bringen laut Kienbaum im Schnitt 111.000 Euro mit nach Hause, wobei die Leiter Informationsverarbeitung und Organisation mit Gesamtbezügen von durchschnittlich 133.000 Euro am besten abschneiden. An zweiter Stelle folgt der Leiter IT-Management (117.000 Euro im Schnitt), an dritter der Leiter Anwendungsentwicklung (115.000 Euro). Die Durchschnittsbezüge von SAP-Beratern beziffert Personalmarkt.de auf knapp 100.000 Euro.

Juristen

Die Spanne der Einkommen ist gewaltig bei Juristen. Rund 85 Prozent aller Jura-Absolventen werden Rechtsanwälte, fünf Prozent Richter oder Staatsanwälte, der Rest kommt in Unternehmen unter. Spitzenverdiener sind die Juristen, die in international tätigen Wirtschaftskanzleien arbeiten. Anfangsgehälter von 70.000 bis 100.000 Euro sind dort laut Bundesrechtsanwaltskammer normal, weitere jährliche Gehaltssteigerungen und eine Erfolgsbeteiligung selbstverständlich. Schnell klettert das Jahresgehalt dadurch auf bis zu 200.000 Euro.

Partner in Großkanzleien können bis in Regionen von 700.000 Euro vorstoßen – oder gar noch darüber. Auch in großen, mittelständischen Kanzleien steigen Absolventen mit 50.000 bis 80.000 Euro Jahresgehalt ein, dagegen können kleine Kanzleien oft nur 26.000 bis 39.000 Euro zahlen. Richter und Staatsanwälte werden laut Deutschem Richterbund meist in den unteren beiden Stufen R1 und R2 des Bundesbesoldungsgesetz eingruppiert, was im günstigsten Fall – mit fortschreitendem Lebensalter – einem Grundgehalt von maximal 6100 Euro bedeutet plus Familien- und Ortszuschläge sowie Weihnachtsgeld. Die weiteren fünf Besoldungsstufen sind den Bundesrichtern und Bundesstaatsanwälten vorbehalten – die höchste Stufe entspricht einem Grundgehalt von mehr als 11.000 Euro.

Marketing und Vertrieb

Marketing und vor allem Vertrieb sind Arbeitsfelder, in denen sich noch immer sehr viel Geld verdienen lässt – gerade im Vertrieb auch für Nicht-Akademiker. Allerdings unterscheiden sich die Jahresgehälter der dortigen Mitarbeiter stark von Branche zu Branche, so dass Durchschnittswerte nur einen Anhaltspunkt liefern können. Bei den Fachkräften reicht die Spanne laut Kienbaum von 20.000 bis mehr als 200.000 Euro, was – bei gleicher Hierarchieebene! – einem Faktor zehn entspricht.

Spitzenverdiener sind Top-Verkäufer (89.000 Euro im Schnitt) und Senior-Produktmanager (83.000 Euro im Schnitt). Bei Führungskräften nähern sich die Gesamtbezüge dann spürbar an, allerdings gibt es noch immer Unterschiede um etwa einen Faktor sechs: Von weniger als 50.000 bis mehr als 300.000 Euro ist alles drin. Im Schnitt verdienen Gesamtleiter Marketing und Vertrieb 140.000 Euro, reine Vertriebsleiter 5000 Euro weniger, reine Marketingleiter gar 21.000 Euro weniger.

Politiker

Ein Abgeordneter des Bundestages bezieht monatliche Diäten in Höhe von 8252 Euro. Diese sogenannte Abgeordnetenentschädigung bekommt ein Politiker nur solange er Mitglied des Bundestages ist. Nach dem Ende des Mandats erhält er ein zu versteuerndes Übergangsgeld, das den Wechsel in seinen früheren Beruf erleichtern soll (pro Jahr Bundestagszugehörigkeit beträgt das Übergangsgeld 7668 Euro).

Bundestagsabgeordnete erhalten neben der steuerpflichtigen Entschädigung monatlich 4029 Euro steuerfrei für den Ausgleich von Bürokosten im Wahlkreis, Mehraufwendungen am Sitz des Parlaments sowie Kosten für Repräsentationen und Wahlkreisbetreuung. Bundeskanzlerin Angela Merkels Gehalt steigt bis Mitte 2013 schrittweise auf etwa 17.000 Euro pro Monat, hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung mit monatlich rund 1000 Euro. Ein Bundesminister verdient dann ab Jahresmitte knapp 14.000 Euro.

Unternehmensberater

Sie tauchen in jeder Übersicht auf, die die bestbezahlten Jobs wiedergibt. Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) steigt ein Berater zwischen 35.000 und 60.000 Euro ein. Größere Unternehmen zahlen in der Regel eher Gehälter, die sich an den oberen Grenzen orientieren, besonders auch die großen Managementberatungen, die das öffentliche Bild der Branche prägen.

Im zweijährigen Rhythmus klettern dort die Berater die Karriere- und Gehaltsleiter nach oben – oder steigen aus dem Geschäft aus, wenn sie dem irrwitzigen Tempo nicht gewachsen sind oder ihm nicht gewachsen sein wollen. Für Berater, die dabei bleiben, steht später der Sprung zum Partner an: durchschnittlich 250.000 bis 300.000 Euro Jahresbezüge sind dann möglich.

(Bild: Tommi)

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