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Jobwechsel: Typische Fragen, clevere Antworten

Karrierestrategien (1)


Jobwechsel: Typische Fragen, clevere Antworten Typische Fragen im Vorstellungsgespräch zum Stellenwechsel – und clevere Antworten.



Von Christoph Stehr

Typische Frage: "Sie schreiben, Sie suchen eine neue berufliche Herausforderung. Warum suchen Sie die nicht bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber?"

Clevere Antwort: "Das habe ich auch getan – mit Erfolg. Ich durfte mich bei meinem aktuellen Arbeitgeber sichtbar weiterentwickeln, in fachlicher wie in persönlicher Hinsicht. Beispielsweise habe ich Projekte mit wachsendem inhaltlichen Anspruch und wachsender Budgetverantwortung gesteuert. Nun sehe ich diese Entwicklung abgeschlossen, deshalb habe ich mich bei Ihnen beworben."


Typische Frage:
"Bislang hatten Sie keine Personalverantwortung. Was macht Sie so sicher, dass Sie als Führungskraft bestehen werden?"

Clevere Antwort: "Als Teammitglied habe ich die Vorzüge einer offenen, sachbezogenen Kommunikation schätzen gelernt. Es gelang mir aber auch, meinen eigenen Standpunkt durchzusetzen. Diese Erfahrungen sind ein solides Fundament, denke ich, um eine gute Führungskraft zu werden. Außerdem will ich von meinen Vorgesetzten lernen und mich auch theoretisch, etwa in Seminaren, mit der Führungsrolle auseinander setzen."


Typische Frage:
"Sie kommen aus einer anderen Unternehmenskultur. Werden Sie sich bei uns zurechtfinden?"

Clevere Antwort: "Bestimmt. Bei allen Unterschieden erkenne ich auch viele Gemeinsamkeiten, etwa kurze Entscheidungswege und die nachhaltige Wachstumsstrategie. Alles was mir noch fehlt, hoffe ich durch die tägliche Praxis im Unternehmen rasch aufzuholen."


Typische Frage:
"In der Branche erzählt man sich ja so einiges über Ihre Firma. Stimmt es, dass sie den Markteintritt in China vorbereitet?"

Clevere Antwort: "Bitte haben Sie Verständnis, dass ich über Interna nicht sprechen kann. Dies bin ich meinem Arbeitgeber schuldig. Ich habe mich als Mitarbeiter stets loyal verhalten und werde das auch in Zukunft tun."


Typische Frage:
"Zwischen den Zeilen Ihrer Bewerbung lese ich, dass Sie in letzter Zeit ziemlich unglücklich im Job gewesen sind. Mir können Sie es ja erzählen: Hat man Sie unfair behandelt?"

Clevere Antwort: "Ich hatte ein gutes Verhältnis zu meinem Chef und den Kollegen. Wenn es mal Meinungsverschiedenheiten gab, konnte ich diese immer auf der Sachebene lösen."


Typische Frage:
"Mit Ihrer finanziellen Forderung passen Sie nicht in unser Gehaltsgefüge. Da müsste ich mindestens 15 oder 20 Prozent runterrechnen."

Clevere Antwort: "Bei meiner Gehaltsvorstellung habe ich mich an Durchschnittswerten orientiert, wie sie in Vergütungsstudien veröffentlicht werden. Ich denke, dass ich angesichts der anspruchsvollen Aufgabe, meiner Ausbildung und meiner Berufserfahrung ein marktübliches Gehalt genannt habe. Ich bin natürlich verhandlungsbereit und könnte mir zum Beispiel vorstellen, im Arbeitsvertrag eine niedrigere Anfangsvergütung festzuhalten, die dann nach einem Jahr erhöht würde."


Typische Frage:
"Wer garantiert mir, dass Sie nicht nach einem Jahr wieder weg sind?"

Clevere Antwort: "Die Aufgabe reizt mich so sehr, dass ich mich längerfristig binden will. Ich bin überzeugt, dass ich mein Potenzial in Ihrem Unternehmen und für Ihr Unternehmen entscheidend entwickeln kann. Das ist eine gute Grundlage für eine mehrjährige Zusammenarbeit."

(Bild: mediaphotos, istock)

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